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Schottergärten: besser auf umweltfreundliche Alternativen setzen!

Quelle: Kreis Rendsburg-Eckernförde

Die Rechtslage in Schleswig-Holstein ist eindeutig: Laut § 8 Absatz 1 Satz 1 der Landesbauordnung müssen nicht überbaute Flächen auf bebauten Grundstücken wasseraufnahmefähig bleiben oder hergestellt werden. Kurz gesagt: Schottergärten anzulegen ist verboten.

Manche Hausbesitzer entscheiden sich trotzdem noch für einen Schottergarten - oft in der Hoffnung auf einen pflegeleichten Vorgarten. Tatsächlich machen auch Schottergärten mit der Zeit eine Menge Arbeit: Laub lässt sich zwischen den Steinen nur schwer beseitigen. Dadurch bildet sich nach und nach etwas Humus. Genug, damit sich Unkraut zwischen den Steinen ansiedeln kann. Pflegeleichtigkeit und Sauberkeit gelten nur für begrenzte Zeit – der Schein trügt!

Schottergärten sind obendrein schlecht für die biologische Vielfalt und für das (Stadt-)Klima! In Zeiten des Klimawandels wird das Mikroklima in Städten und Gemeinden immer wichtiger. Vorgärten spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie beeinflussen Temperatur und Luftfeuchte in unserem direkten Lebensumfeld.

Auch Ihr Vorgarten kann einen Beitrag zur Anpassung leisten! Mit einer naturnahen Gestaltung helfen Sie mit, das lokale Klima zu verbessern, die Natur zu schützen und die Nachbarschaft für sich und Ihre Mitmenschen angenehmer zu gestalten. Der Trick: Bepflanzte Böden speichern Regenwasser, das über Pflanzen verdunstet und zum natürlichen Wasserkreislauf beiträgt. Dadurch wird die Umgebungsluft gekühlt und verbessert. Ein natürlich bepflanzter Vorgarten schafft außerdem einen attraktiven Lebensraum für Insekten, Vögel und viele andere Tiere. Er reinigt die Luft und kann vor Überschwemmungen schützen. Darüber hinaus lädt er uns ein, uns zu entspannen und im Grünen wohlzufühlen. Mit nur geringem Aufwand können Sie sich und Ihren Garten gegen die Folgen des Klimawandels wappnen – machen Sie mit!

Tipps für einen naturnahen Vorgarten

• Vermeiden Sie versiegelte Flächen und Schotter.

• Pflanzen Sie einheimische Blumen, Sträucher und Bäume.

• Mulch und Kompost unterstützen einen gesunden Boden, der im Sommer seltener gegossen werden muss.

• Schaffen Sie Lebensräume: Mit Totholz, einzelnen Steinen und Wasserstellen bieten Sie vielen Tieren einen Lebensraum und Nahrung an

 

 

 

 

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