Geschichte der Gemeinde Loop


Loop um das Jahr 1910 Das Dorf Loop wird schon 1270 im Kieler Stadtbuch erwähnt. Es ist aus einer germanischen Siedlung hervorgegangen, wofür nicht nur der Dorfgrundriss, sondern auch die Aufteilung der Flur in so genannte Gewannen spricht. In Loop hat es 7 Hufner (Bauern) und 7 Gewannen gegeben. Auf alten Karten und in Urkunden findet man auch die Schreibweisen Lop und Loep. Es wird angenommen, dass der Name mit dem Hochdeutschen Wort „Lauf“ übereinstimmt, wobei mit „Lauf“ wohl der Bachlauf gemeint ist. Durch das Gemarkung Loop fließen die Höllenau und der Aalbek.

Das Dorf war ursprünglich ein Haufendorf und bestand aus einer kleinen Ansiedlung von Bauernhöfen, zentriert um einen Dorfteich, dem heutigen Sportplatz. Die ehemals reetgedeckten Häuser ließen in ihrer Bauweise vielfach noch den Ursprung aus dem Niedersachsenhaus erkennen. Aus den Einheitshäusern wurden Gehöfte mit mehreren Gebäuden. Überlieferungen nach soll Loop im 30 jährigen Krieg geplündert und durch ein Feuer zerstört worden sein. Die Gehöfte wurden daraufhin weiter auseinander gezogen wieder aufgebaut.

Loop um das Jahr 1766 Schon Lehrer Ernst Georg Adolf Kühl, geb. am 17.9.1872 in Hamburg, welcher von 1898-1908 in Loop tätig war, erforschte die Geschichte des Ortes:

"Der Name Loop kommt zuerst um 1270 im Kieler Stadtbuch vor, wo ein Name von Lope und ein Dietrich von Loop genannt wurden. Es scheint das Dorf zu Westensee gehört zu haben, denn 1320 trat Ritter Marquard von Westensee mit seinen Söhnen den Zehnten dieses Dorfes wie auch anderer Dörfer an das Kloster Bordesholm ab. Im Jahre 1379 wird bestrittener Besitz der Dörfer dem Kloster durch den Grafen Heinrich von Ersennen zuerkannt und 1413 erhalten die Mönche vom Grafen auch die Gerichtsbarkeit über den erlangten Besitz. Als das Kloster 1566 eingezogen wurde, blieb Loop bei dem neugebildeten Amte Bordesholm. 1627 wurde es von den Kaiserlichen geplündert und den 7 Besitzern 49 Pferde und 162 Stück Rindvieh weggetrieben."

Die ältesten ortsansässigen Familien können ihre Ahnenreihe bis ins Jahr 1571 zurückverfolgen. Sie sind aus der Marsch und der Lüneburger Heide nach Loop gekommen. Die meisten anderen Familien sind erst in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Loop eingewandert.
Eine Karte von 1766 zeigt, dass die größte Fläche der Gemarkung um diese Zeit noch aus Wald und Ödland bestand.