Stand der Sanierung


Aufnahme in das Städtebauförderprogramm
Als 1999 die Firma Kamps die Einstellung des Betriebes auf dem ehemaligen Wendeln-Grundstück ankündigte, hat die Gemeinde Bordesholm frühzeitig reagiert. Nach einer ersten Beteiligung der Bürger folgte die Durchführung eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbes, der Umnutzungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für das brachfallende Betriebsgrundstück und sein engeres Umfeld aufzeigte, die aber nur im Rahmen einer mittel- bis langfristigen Perspektive zu realisieren waren. Dabei wurde deutlich, dass es nicht nur um die Wiedernutzung des Wendeln-Grundstücks allein ging. Insbesondere der Bereich um den Bahnhof, der längst nicht allen Pendlern mehr eine Abstellmöglichkeit für Auto/ Fahrrad bot, sowie die Situation in der Bahnhofsstraße, die sowohl Gewerbetreibende als auch Kunden wenig zufrieden stellte, machten deutlich, dass seitens der Gemeinde dringend Maßnahmen erforderlich waren. Allerdings überstiegen die geschätzten Kosten die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde.
Die Städtebauförderung, mit der Gemeinden bei der Bewältigung so großer Problemlagen durch das Innenministerium in Kiel unterstützt werden, bot der Gemeinde Bordesholm weitreichende Finanzierungsmöglichkeiten. Deshalb stellte die Gemeinde im Jahr 2001 einen Antrag auf Aufnahme in die Städtebauförderung. Die Aufnahme in das Programm erfolgte im März 2003.

Förmliche Festlegung eines Sanierungsgebietes
Voraussetzung für den Einsatz von Fördermitteln war die Festlegung eines Sanierungsgebietes gemäß  § 136 BauGB. Dazu war ein im BauGB festgeschriebenes Verfahren erforderlich. Der erste Schritt war die Durchführung von Vorbereitenden Untersuchungen gemäß § 136 BauGB, mit denen sich die Gemeinde einen Überblick über die Probleme und das Handlungserfordernis einem Gebiet verschafft. Diese Vorbereitenden Untersuchungen hat die Gemeindevertretung am 27.06.2002 für ein 11,8 ha großes Gebiet, das den zentralen Zentrumsbereich einschließlich des Wendeln-Grundstückes umfasste, beschlossen.
Die Vorbereitenden Untersuchungen haben einen dringenden Handlungsbedarf ergeben, der die Festlegung eines Sanierungsgebietes (Anlage 1) rechtfertigte. Nach der Beteiligung Träger öffentlicher Belange und einer Einwohnerversammlung hat die Gemeindevertretung am 23.06.2004 die erforderliche Sanierungssatzung für das Wendeln-Grundstück, die südlich angrenzenden Grundstücke an der Mühlenstrasse, den verkehrsberuhigten Einkaufsbereich Bahnhofstrasse sowie die teils ungenutzten Flächen südlich der Bahnhofstraße - begrenzt durch die Bahntrasse - beschlossen . Die Satzung zur Festlegung des Gebietes ist nach zweiwöchigem öffentlichem Aushang am 14.07.2004 wirksam geworden.

Folgende Ziele hat die Gemeinde für das Sanierungsgebiet Ortszentrum Mühlenhof beschlossen:
  • die Vermeidung einer innerörtlichen Gewerbebrache mit evtl. unverträglichen Folgenutzungen,
  • deren Umnutzung zur Stärkung der örtlichen Versorgungsfunktion,
  • die gestalterische Aufwertung und funktionale Verbesserung des Ortsmittelpunktes als zentralem Versorgungsstandort.

Erarbeitung des Rahmenplans

Zur Konkretisierung des Wettbewerbsergebnisses aus dem Jahr 2002 gab die Gemeinde Bordesholm im Jahr 2004 die Erarbeitung eines Rahmenplans in Auftrag. Bei einem Rahmenplan handelt es sich keinen formellen Plan, der Rechtswirkungen für Dritte entfaltet. Mit ihm bindet sich eine Gemeinde vielmehr selbst, die beschriebenen Ziele umzusetzen.

Ziel des Rahmenplans war es, die Vorstellungen für die Entwicklung des Zentrums zu konkretisieren. Die Bearbeitung des Rahmenplans konnte im Juni 2006 vom Büro Schrabisch und Bock, Kiel abgeschlossen werden. Er wurde 2007 von der Gemeindevertretung beschlossen und liegt für jedermann zur Einsicht bereit. 

Aufgrund der inzwischen weit forgeschrittenen Entwicklung wurde der Rahmenplan in seinen Aussagen akutalisiert.